2022 04 14 Koetztinger Zeitung Grod a so is

Grod a so is`
von Franz Mothes

Ab 9. April 2022 für 15,- EUR erhältlich in

  Blaibach
    bei  Bäckerei Hutterer, Getränkemarkt Kerner, Metzgerei Kiefl, as-soft Seiderer

  Bad Kötzting
    Hammermühle Bad Kötzting

  Arnbruck
     Bauernladl Graßl und
     Weinfurtner Glasdorf

  Lam
    bei EDEKA Aschenbrenner

  Moosbach
    im Dorfladen Moosbach

  Prackenbach
    Bäckerei Edenhofer

  Viechtach
    Buchhandlung Vogl, Stadtplatz 8


oder

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Buchtitel2

Buchrückseite

 

Beispiel aus dem Buch:

Mundart

Wenn heut no ebba Mundart schmatz’n kann,
na is der g’wiß net so schlecht dran!
Wenn g’schmatzt wird, waj eahm da Schnowe steht,
is ma desweg’n no lang net blöd!

Dös Hochdeutsch is scho guat und recht
doch wenn ma d Mundart kennt, dö Echt’,
na kimmt ma drauf, glei ohne Frog’n:
Do kunn ma all’s vaj schajna sog’n!

Auf hochdeutsch druckt ma endlos rum:
Ach, tut mir leid, Entschuldigung!
Da Waidla sagt do, steigt er oan am Zeha,
dös schajne, kurze Wörtal: „Eha!“

Aa dös hochdeutsche Zahlwort Zwei,
hot gor koa Möglichkeit dabei,
wenn ajtz do grod oa Poor o’kaam,
welchen Geschlechtes dö nacha waan’!

Wenn oana sagt: „Do kemman Zwaj!“
na sehgt der hoit zwaj Monna gahj!
Sagt er, dass do zwou kemme tat’n,
moint er dass dös zwou Weiwa wat’n!

Sagt er dass do zwoa kemma tat’n gor,
moint er auf jed’n Fall a Poor!
Dös kunn dös Hochdeutsche net bringa,
aa dö Rechtschreibreform, dö hajft do nimmer!

Drum sollt’ma all’zamm Mundart red’n
und net sched schmatzn, sondern Leb’n!
Dö oit’n Gerichte net vo’gessn
und ajmoi wieder an Reinstriezl essn!

Eapfölul oder a wenig a Stertz voaro,
a g’stanane Mil, als Zoug’schloipf no!
Schoarnbladl, mit vaj Oia dro’
und dazou an Weidlen Öpfeko’!

Sollt’ma net blos in d Disco renna,
dö Schritt von dö Zwiefach’n sollt’ma kenna,
sollt wiss’n, waj’ma s Deandl draht,
wen’ma s Lerchal tanz’n taat!

Sollt’ma „grüaß Gott“ statt hällo bringa
und statt tschüs a „pfüat Gott“ o’stimma!
Und zoiht oana amoi a Hoiwe Bier,
na sog’ma hoit: „Gajts Gott dafür“!

Louß’ma wieder dö Glockn klinga,
und dem neua Tog oans o’singa!
wenn Mittog is und zum Gebet
und wenn da Tog zur Ruhe geht!

Kannt sei’, dass manche Gäste desweg’n kemmat,
weil mir Waidler uns dös no leist’n könnat
dass ma d Kircha no im Dorf drinn lasst
und dass bei uns no all’se passt!

Dass dö Musi no, waj ajh und jaj,
waidlerisch klingt und singt recht schaj’!
Dass junge Leut den Muat no hab’n
und stolz san, dass a Waidla san’!

Wenn mir nimmer waidlerisch san und red’n
und a nimmer so wia unsene Oit’n leb’n,
na hots g’fajht, um unsern Woid,
na wird’s trotz Klimawandel koit!

Drum waidlerisch g’schmatzt und gsunga,
waidlerisch tanzt und umag’sprunga!
Waidlerisch g’essn, g’lebt und g’stoarb’n,
na’ san mir, meiner Seel, net oarm!

 

 

 

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